März 2022

Rappen gegen den Krieg –
1600 € für ukrainische Flüchtlinge

März 2022

Das Schicksal der ukrainischen Bevölkerung bewegt unsere Schulkinder sehr.

So war es für unsere Viertklässler klar: „Wir wollen helfen!“ Nach einem kurzen Brainstorming stand das Vorhaben:
Die Kinder wollten von Haus zu Haus gehen und den Rap vortragen, den sie anlässlich des HSU-Themas „Kinderrechte“ im Dezember gelernt hatten. Außerdem wollten sie jedem gegen eine kleine Spende eine selbst gestaltete Friedenskarte mit ihren Gedanken zum Thema „Frieden“ schenken.

Das Ergebnis dieser Aktion war überwältigend. Die Kinder – durchwegs freundlich empfangen – sammelten knapp
1200 € für die ukrainischen Flüchtlinge und wurden bisweilen sogar selbst beschenkt bzw. erhielten anerkennende Worte für ihr Tun.

Von dem Erfolg ihrer großen Paten motiviert, machten sich auch die Zweitklässler an die Arbeit. Sie malten wunderschöne Friedensplakate und verschenkten Farbkopien davon gegen eine kleine Spende. So kamen auch in der zweiten Klasse stolze 400 € an Spendengeldern zusammen.

Das Geld wird an das Wasserburger Patenprojekt Asyl – Hilfe für Gäste der Ukraine gespendet. So ist sichergestellt, dass es dort ankommt, wofür es gedacht ist.

Die Klassen 2 und 4 und ihre Lehrkräfte bedanken sich ganz herzlich
für die Großzügigkeit der Söchtenauer Bürger.

Der Chefkoch empfiehlt: Feine Kartoffel-Karotten-Suppe

31. März 2022

Auch in der Fastenzeit kochten die Zweitklassler eine leckere Suppe, dieses Mal gab es Kartoffel-Karotten-Suppe.

Da die Schülerinnen und Schüler inzwischen recht fix im Schälen und Schneiden von Kartoffeln und Karotten sind, war auch unser Suppentopf mit Gemüsebrühe und angebratenen Zwiebeln schnell gefüllt.

Bald verströmte der Duft von wunderbarer Suppe unser ganzes Schulhaus.

Wie immer hat die selbstgemachte Suppe fantastisch geschmeckt und auch die 4. Klasse wurde wie immer mitversorgt.

Wertvoller Müll

25. März 2022

Bei den Viertklässlern war heute Bernhard Bock vom Landratsamt Rosenheim, Abteilung Abfallwirtschaft, zu Gast.

Er gab den Kindern eine Vorstellung davon, wie viel Müll wir Menschen produzieren.
Pro Person würde allein die Restmüllmenge, also das, was in der schwarzen Tonne landet, im Jahr eine Schachtel mit den Maßen 1m x 1m x 2 m füllen, das sind knapp 2oo kg. Oder ein anderes Bild: Würde man den Abfall der Bürger im Landkreis Rosenheim aufeinanderhäufen, wäre der Berg in zwei Jahren so groß wie unser Wendelstein.

Besonders gefährlich für unsere Natur ist der Plastikmüll.
Im Jahr 2019 wurden allein in Deutschland 1,5 Milliarden Plastiktüten verbraucht. Bis Plastik zerfällt, dauert es mehrere hundert Jahre, und selbst dann ist es noch in Form von Mikroplastik vorhanden. Besonders unheilvoll ist das für unsere Meerestiere. Plastiktüten werden fälschlicherweise für Quallen gehalten, Mikroplastik für Plankton und deswegen gefressen. Trotz vollen Bauchs verhungern die Tiere. Mit seiner Frage: „Wer von euch liebt Fischstäbchen?“ machte Herr Bock den Kindern anschaulich klar, wie das Mikroplastik über die Nahrungskette letztlich auch auf unseren Tellern landet. Kleine Fische fressen das Mikroplastik, von den kleinen Fischen ernähren sich die größeren Fische, die wiederum zu den leckeren Stäbchen verarbeitet werden. Lecker?

Auf der Weltkarte zeigte Herr Bock den Schülerinnen und Schülern, wo sich in den Meeren bereits Plastikinseln gebildet haben. Die größte im Pazifik hat ungefähr die 4- bis 5-fache Fläche von Deutschland.

Schließlich wollte Herr Bock wissen: „Welcher Müll, glaubt ihr, ist mein Lieblingsmüll?“ Nach einigem Rätseln dämmerte es den Kindern. Der Lieblingsmüll ist der, der gar nicht erst entsteht, den man also vermeidet. Darauf folgt der Müll, den man gut wiederverwerten kann wie Glas und Papier, wodurch

Rohstoffe gespart werden können. So lautet also die Devise des Müllprofis: Vermeiden – Recyceln – richtig Entsorgen. Was aber ist der beste Weg, den Restmüll wieder los zu werden: in andere Länder fahren – im Meer versenken – ins Weltall schießen – in der Erde verbuddeln? So fragte Herr Bock leicht provokant und forderte damit die Kinder zum Nachdenken heraus. Die momentan beste Entsorgung des nicht wieder verwertbaren Restmülls stellt dessen Verbrennung dar. Auch wenn dabei CO² ausgestoßen wird, kann die entstehende Energie zur Stromerzeugung oder Wärmeproduktion genutzt werden.

Zum Schluss schenkte Herr Bock den Kindern eine Brotzeitbox und eine Stofftüte, mit dem Ziel zukünftig möglichst viel Müll zu vermeiden.

Vermeiden – Recyceln – richtig Entsorgen

Ramadama

24. März 2022

Bei herrlichem Frühlingswetter fand heute unser „Ramadama“-Tag statt.

Voll motiviert machten sich die Schülerinnen und Schüler auf, das Gemeindegebiet von Abfall zu befreien. Dabei nahmen sich die erste und zweite Klasse den Bereich um den Sportplatz bzw. das Pestkreuz vor, die dritte und vierte Klasse gingen von Rins aus auf verschiedenen Wegen zurück zur Schule. Die Funde bewiesen, dass die Aktion mehr als notwendig war.

Während sich eine Gruppe die Mühe machte, die Zigarettenstummel aufzuklauben (sie zählten mehr als 250 Stück), zogen andere mengenweise Flaschen aus dem Gestrüpp und sammelten kleine und große Glasscherben ein. Kurios, wie sich manche Menschen ihres Mülls entledigen. Hing doch tatsächlich eine Babywindel gut vier Meter über den Köpfen der Kinder an einem Baum. Doch die Höhe war für unsere Viertklassbuben kein Hinderungsgrund. Für was gibt es schließlich einen Ball! Nach ein paar Versuchen gelang es ihnen tatsächlich die Windel so fest zu treffen, dass sie herunterflog.
Neben vielen großen und kleinen Plastikteilen, Papierfetzen und Kartonagen verschandelten aber noch weitere Teile unsere schöne Landschaft: Autoreifen, Felgen, Bauschaum, Spraydosen oder Styroporverpackungen, um nur einiges zu nennen.

Zwei beeindruckende Erfahrungen durften die Kinder abgesehen von der Müllmenge noch machen:

So kamen die Drittklässler gerade dazu, wie Kröten von ehrenamtlichen Helfern über die Straße getragen wurden. Und eine Gemeindebürgerin war ganz angetan von dem Eifer der Viertklässler und drückte der Klassensprecherin Geld für ein Eis für jeden der Klasse in die Hand.

Bei der gewaltigen Müllmenge war die Brotzeit, gesponsert von der Gemeinde und von Mamas liebevoll hergerichtet, mehr als verdient.

Besuch in der Mittelschule Bad Endorf

23. März 2022

Um sich ein Bild vom Unterricht in der Mittelschule machen zu können, lud die Mittelschule Bad Endorf unserer Viertklässler zum Tag der offenen Tür ein. Vier Stationen durften sie dabei besuchen.

Der Rundgang begann in der Schulküche, wo zur Stärkung leckere Muffins und Amerikaner gebacken werden durften. Dazu galt es, die Zutaten genau abzuwiegen und säuberlich zu verquirlen. Die fertigen Backwerke wurden anschließend nach Lust und Laune mit Zuckerguss bestrichen und mit Gummibärchen, buntem Zucker oder Schokostreuseln verziert. Das roch und schmeckte fantastisch.

Im Werkraum durften sich die Schülerinnen und Schüler ein Andenken an ihren Besuch in der Mittelschule fertigen, nämlich einen schönen, großen Spielwürfel. Dazu musste ein grober Holzwürfel mit Raspel und Feile in Form gebracht und schließlich mit Schleifpapier fein abgeschliffen werden. Die Augen wurden mit einem dicken Permanentschreiber in der gewählten Farbe aufgebracht.

Interessante Experimente zum Magnetismus wurden im Physikraum durchgeführt. Unter Anleitung der älteren Mittelschüler durften die Viertklässler verschiedene Versuche durchführen. Sie experimentierten mit den anziehenden und abstoßenden Kräften von Magneten bzw. magnetisierten einen Eisennagel.

Im Computerraum konnten die Kinder eine Visitenkarte nach eigenen Vorlieben gestalten und drucken und sich im Schreiben im Zehnfingersystem üben. Außerdem durften sie bei einem Konzentrationsspiel testen, wie sicher sie bereits mit der Computermaus umgehen konnten.

„Das ist eine tolle Schule!“, da waren sich alle Viertklässler einig.

Unser Dank gilt allen Schülern der Mittelschule Bad Endorf für die hervorragende Führung, Anleitung und Unterstützung und den Lehrkräften für ihr Engagement.

Da rauchten die Köpfe!

17. März 2022

„Ja ist denn heute Abitur in der Grundschule?“ – so hätte manch einer fragen können, wenn er an diesem Tag einen Blick in die Turnhalle geworfen hätte. 32 Jungen und Mädchen aus den Klassen 2, 3 und 4 saßen verteilt in der gesamten Halle, mit Block und Schreibzeug bewaffnet. Sie brüteten tatsächlich über Mathe-Aufgaben, denn sie alle nahmen am Känguru-Wettbewerb der Mathematik teil.
Europaweit findet dieser Wettbewerb am gleichen Tag statt. Im Grundschulbereich richtet er sich an die Kinder der dritten und vierten Klasse, jedoch dürfen auch jüngere Mathe-Freaks daran teilnehmen. Ein bisschen Köpfchen ist dabei durchaus gefragt und auch bezogen auf die Leseleistung wird den Teilnehmern einiges abverlangt. Da kommt es zum einen auf jedes Wort an – heißt es beispielsweise „alle“, „jeder“, „kein“, „je“, „pro“, „nicht“? – zum anderen muss man mit einer großen Menge an Informationen zurechtkommen. 75 Minuten beträgt die Arbeitszeit, allein das ein gewaltiger Kraftakt für unsere jungen Schülerinnen und Schüler. Eine normale Probe in der vierten Klasse dauert gerade mal eine Dreiviertelstunde. Doch unsere Kinder stellten sich tapfer den Anforderungen und keiner gab auf.

Lust zum Mitraten, Rechnen, Probieren? Hier ein Beispiel aus dem letzten Känguru-Wettbewerb:
„Dorotheas Vater hebt in der Bank 80 Euro ab. Der Geldautomat kann 10-Euro-Scheine, 20-Euro-Scheine und 50-Euro-Scheine ausgeben. Dorothea überlegt, wie die 80 Euro zusammengestellt sein können. Wie viele Möglichkeiten gibt es?“

Wie unsere Kinder abgeschnitten haben, das werden wir Ende April erfahren, wenn die Preisverleihung stattfindet.
Und wer wissen möchte, ob er obige Aufgabe richtig gelöst hat, der muss erst noch eine Geheimschrift entziffern. Für jeden Buchstaben ist der Buchstabe zu setzen, der im Alphabet davor kommt. Es gibt „tjfcfo“ Möglichkeiten.